Rönnvikens Kalkhütte (Heby Kommun, Uppland)

Rönnvikens Kalkhütte war im Zeitraum 1935-1945 in Betrieb. Das Gebäude wirkt wie ein Stilleben, das von einer in der Vergangenheit florierenden kleinindustriellen Zeit im schwedischen Uppland zeugt.

Rönnvikens Kalkhütte
Rönnvikens Kalkhütte.

Rönnvikens Kalkhütte liegt im Westen der schwedischen Region Uppland. Sie gehörte der Strå Kalkbruk AB in Sala und war von 1935-1945 in Betrieb. In Sala wurde Kalk für Industrie und Landwirschaft hergestellt. Deshalb ist es recht wahrscheinlich, dass die gleichen Produkte Auch in Rönnviken produziert wurden.

Es war früher gebräuchlich Kalk in kleinen Meilern und mit einfachen Öfen für den Eigengebrauch herzustellen. Verglichen mit diesen Einzelfertigungen erreichte die Kalkherstellung in Rönnviken industrielle Dimensionen. Der Kalkofen ist 14 Meter hoch und weist Parallelen zu einem Hochofen in der Eisen- und stahlherstellung auf. Zu der Hütte gehört ein kleiner Kalkbruch, in dem man Urkalkstein abbaute. Den Kalkbruch und den Ofen verbindet eine Schmalspurbahn (600 mm), die zur oberen Luke des Ofens und dann weiter zur Steinhalde führt.

Rönnvikens Kalkbruch. Ein vergesserner Schatz?

Das verwaiste Gebäude liegt nun wie ein Stilleben im Wald in der Ortsgemeinde Huddunge. Das Gebäude erweckt ein Gefühl, als ob die Arbeiter den Arbeitsplatz gestern verlassen haben und jeder Zeit Wieder zurückkehren können, um ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Die Kalkhütte ist ein idyllisches Industriedenkmal an einem verzauberten Platz.

Kalk für die Landwirtschaft

Die Ackerböden werden gekalkt, um den PH-Wert der Erde zu erhalten oder zu verbessern. Kalk wird generell zur Erdverbesserung eingesetzt, zum Beispiel, um die Struktur des Bodens zu optimieren oder auch Schadstoffe, wie beispielsweise Schwermetalle zu binden.