Knecht Ruprecht

Knecht Ruprecht ist überwiegend im deutschsprachigen Raum bekannt. Zumeist tritt er als Begleitperson des Heiligen Nikolaus auf: Nikolaus als milder und belohnender Wohltäter. Knecht Ruprecht als sein Gegenspieler, drohend und bestrafend. Die Erscheinung als Kinderschreck wurde ihm im späten Mittelalter zuteil, als Kinder zunehmend zu Frömmigkeit und Gehorsam erzogen wurden. Im Zuge der Reformation nahm der Heilige Christ oder vielmehr das Christkind den Platz des Nikolaus ein. Und Knecht Ruprecht war ihm da ein getreuer Geselle. Knecht Ruprecht tritt aber auch alleine auf, als Wohltäter und Richter in einer Gestalt.

Seine Attribute sind gewöhnlich eine braune oder schwarze Kutte, ein Bart, ein Korb oder Sack mit Äpfeln, Nüssen oder Gebäck. Und dann hat er seine Rute dabei.

Knecht Ruprechts Ursprung ist umstritten. Es hat einen Priester mit Namen Ruprecht in Anhalt gegeben, der streng über Ordnung und Moral wachte. Eine andere Erklärung ist doch, dass er der Gestalt eines perch gleicht, die in der heidnischen Raureiftradition auftrat.

Källor:

www.saob.se/artikel/?seek=rubert&pz=6 https://de.wikipedia.org/wiki/Knecht_Ruprecht https://www.vice.com/sv/article/8xvn3k/europas-markligaste-jultraditioner https://www.katholisch.de/artikel/1135-der-unheimliche-nikolaus-begleiter

Lucia und Christkind – dieselbe Gestalt?

Auch wenn Lucia und das Christkind unterschiedliche traditionelle Hintergründe haben, hat sich das Erscheinungsbild beider gegenseitig beeinflusst. Spätestens seit dem 19. Jahrhundert bekamen beide eine engelsgleiche Gestalt.

Finlands Lucia 2018 och Nürbergs Christkind 2013/2014

Die nordischen Luciafeierlichkeiten

Am 13. Dezember wird in den meisten nordischen Ländern gefeiert. Die schwedischen Luciafeierlichkeiten sind eine kulturelle und religiöse Mischung aus vorchristlichen und christlichen Ritualen. Dem julianischen Kalender gemäß wurde die Wintersonnenwende am 13. Dezember gefeiert. Man glaubte, dass in dieser längsten Nacht des Jahres übernatürliche oder böse Kräfte wie die Frauengestalt Lussi oder es konnte auch Lucifer selbst mit seinem Gefolge Unwesen trieb. Deshalb sollte man in dieser Nacht aufbleiben und die sogenannte lussevaka (Lussewacht) halten. Das Mittelalter wurde von einer zunehmenden Christianisierung geprägt und der 13. Dezember bekam eine immer engere Beziehung zum christlichen Weihnachtsfest. Die meisten Weihnachtsvorbereitungen sollten abgeschlossen sein und dieses wurde mit gutem Essen und Trinken unter der lussevaka gefeiert. Man feierte eine Art lillejul (kleines Weihnachten).

Es gab eigentlich keine direkte Anküpfung zur italienischen Heiligen Lucia von Sizilien. Aber ihr Todestag wurde am 13. Dezember gefeiert und ihr Name enthällt das lateinische Wort lux ebenso wie die oben genannten Gestalten. Die Luciatradition in Schweden entwickelte sich im 19. Jahrhundert und bekam Aufwind, nachdem die Zeitung Stockholms Dagblad 1927 einen Luciawettbewerb und einen dazugehörigen Luciaumzug veranstaltete.

Das Christkind: Luthers Werk?

In den meisten katholischen Regionen des europäischen Kontinents feierte man „lillejul“ am 6. Dezember, am Nikolaustag also. Nikolaus war ein beliebter Heiliger mit dem Ruf ein Wohltäter zu sein. Er war es, der die Geschenke austeilen durfte. Der Protestantismus tolerierte die Heiligenvererhrung nicht, so dass Nikolaus mehr und mehr vom Christkind ersetzt wurde. Wahrscheinlich trieb Luther selbst diese Frage voran. Er wollte, dass Weihnachten der Heiligen Schrift gemäß gefeiert werden sollte und schuf den „Heiligen Christ“, der die Geschenke am 25. Dezember austeilen sollte. Der „Heilige Christ“ sollte eigentlich gestaltlos sein, verwandelte sich doch mehr und mehr zu einem engelsgleichen Christkind, zumeist ein Mädchen mit hellem Haar und Strahlen- oder Lichterkranz. Diese Erscheinung verbreitete sich nach Norden und die Bilder vom Christkind und Lucia verschmolzen. Und um die Frage zu beantworten: Lucia und das Christkind sind nicht die gleichen Gestalten, haben aber einen gemeinsamen kulturell inspirierten Hintergrund und beide gehören defintiv zur Weihnachtszeit.

Und wie kommt eigentlich der Weihnachtsmann ins Spiel?

P.S. Um die Jahrhunderwende 19./20. Jh. wurde das Christkind immer katholischer. Protestanten tauschten das Christkind gegen den säkularisierten Weihnachtsmann. Niederländische Auswanderer hatten die „Sinterklaas“-Tradition mit nach Amerika gebracht und dieser Brauch hat sich verselbstständigt. Ob der Weihnachtsmann oder Santa und der schwedische „Jultomte“ das Gleiche sind, ist definitiv eine eigene Forschung wert.

Källor:

https://arenan.yle.fi/1-4519351

https://www.christkindlesmarkt.de/das-christkind/ehemalige-christkinder

https://www.expressen.se/nyheter/lucia-2018-darfor-firar-vi-sankta-lucia-i-sverige/

https://www.katholisch.de/artikel/15915-die-geschichte-vom-christkind https://sv.wikipedia.org/wiki/Lucia https://svenskahogtider.com/2008/12/04/varfor-firar-vi-lucia-den-13-december/

http://runeberg.org/svetym/0512.html https://www.merkur.de/politik/komplizierte-geschichte-nikolaus-christkind-weihnachtsmann-320595.html https://www.welt.de/vermischtes/article159953937/Was-Sie-ueber-das-Christkind-wissen-sollten.html

Bratäpfel mit schwedischem Anstrich

Zutaten: 4 säuerliche Äpfel. Füllung: 4 Esslöffel Butter, 100 g gehackte Walnüsse, 50 g Rosinen, 1-2 Esslöffel Honig, Sauce: 250 ml Naturjoghurt, Flüssiger Honig

Wärme den Ofen auf 200 Grad vor. Höhle die Äpfel von innen aus und lege sie in eine eingefettete, feuerfeste Form. Gib alle Zutaten für die Füllung in eine Schüssel und rühr alles zusammen. Füll die Äpfel mit der Mischung und backe die Äpfel 20 Minuten lang im Ofen. Sauce: Mische 250 ml Naturjoghurt mit flüssigem Honig (nach Geschmack).

Schöne Weihnachtszeit